Helfen gegen den Klimawandel und voller Terminkalender – wie kann man handeln, ohne sich dabei überfordert zu fühlen?

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Climate change action

Haufenweise Plastik in den Weltmeeren, Klimawandel, Wasserknappheit. Aarrg! Warum gibt es so viele schlimme Dinge? Du tust dein Bestes, um umweltfreundlich zu handeln, doch es fühlt sich immer so an, als wäre es nie genug. Du hast stets das Gefühl, noch mehr Maßnahmen ergreifen zu müssen, doch wer hat bloß die Zeit dafür?

Wenn du denkst, „Ich bin schon zu beschäftigt, um überhaupt diesen Beitrag zu lesen“, dann bist du hier genau richtig.

Die Nachrichten sind überwältigend – es geht rund um die Uhr um den Klimawandel

Wenn du wie die meisten Menschen bist, dann liest du die täglichen Nachrichten entweder in einer Zeitung oder auf einer Social-Media-Plattform. Das bedeutet auch, dass du rund um die Uhr informiert wirst: wenn du morgens gerade erst aufgestanden bist, wenn du zur Mittagspause gehst und wenn du im Supermarkt in der Schlange stehst. Rund um die Uhr werden wir mit aktuellen Nachrichten bombardiert, und leider sind die meistens nicht besonders rosig.

Der Gedanke „Wenn es weht tut, ist es lehrreich“ hat einen starken Einfluss auf die Art und Weise, wie Nachrichten produziert werden. Und das bedeutet, dass skandalöse und fürchterliche Nachrichten mehr Sendezeit und Aufmerksamkeit erhalten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich diese extremen und negativen Ereignisse in unserem Gehirn festsetzen und präsenter sind als andere, eher flüchtige Neuigkeiten. In der Psychologie ist dies als Negativitätstendenz bekannt, und es erscheint einem, als würden „andauernd“ grauenhafte Dinge passieren.

Und zu allem Überfluss bestätigt ein Report nach dem anderen, dass der Klimawandel real ist und globale Konsequenzen hat. Fast wöchentlich hören wir, dass es den verschiedenen Ökosystemen auf unserem Planeten noch schlechter geht als es vorhergesagt wurde.

All das zusammen wirkt ziemlich erdrückend. Jedes Mal, wenn du eine Maßnahme zum Umweltschutz ergreifst, taucht eine neues Problem in deinem Newsfeed auf. Wie können wir als Einzelperson auf so wichtige Dinge wie den Klimawandel reagieren? Und was ist das Beste, was wir tun können?

Tu etwas, auch wenn du beschäftigt bist

Auch wenn es entmutigend erscheint, unterscheidet sich die Senkung deines CO2-Ausstoßes nicht von anderen Dingen in deinem Leben, an denen du arbeiten musst. Sei es das Aufräumen der Garage, Sporttreiben oder das Erlernen neuer Fähigkeiten für das Berufsleben.

Hier sind einige Tipps zum Einstieg.

• Du musst nicht alles auf einmal in Angriff nehmen

Wir vergessen oft, dass wir keine Superhelden sein müssen, um etwas zu bewegen. Die andauernde Nachrichtenflut schreit uns entgegen: „Alles ist wichtig!“ Und letztlich haben wir das Gefühl, alles auf einmal angehen zu müssen – doch das müssen wir nicht. Anders ausgedrückt: Wenn du dieses Jahr fit werden willst, läufst du nicht am 1. Januar zuerst einen Marathon. Wenn du das tun würdest, würdest du deinem Körper sowie deinen langfristigen Aussichten, gesund und fit zu werden, nur Schaden zufügen.

Wenn du deine Kinder zum ersten Tag in den Kindergarten schickst, dann erwartest du ja auch nicht, dass sie nach Hause kommen und lesen können. Das Erlernen neuer Fähigkeiten braucht Zeit, der Wechsel zu einem kohlenstoffarmen Lebensstil ebenfalls.

• Besser mit kleinen Maßnahmen beginnen

Wenn Sie einen Elefanten essen wollen, nehmen Sie einen Bissen nach dem anderen. – Creighton Abrams

Erinnerst du dich an das Aufräumen der Garage, was Ewigkeiten gedauert hat, nur weil du nicht wusstest, wo du anfangen sollst (und Netflix noch keine Shows zum Thema Organisieren und Aufräumen hatte)?

(Erinnerst du dich an das Leben ohne „Aufräumen mit Marie Kondo?“)

Wir haben noch keine Marie-Kondo-Methode, um die Umwelt sauber bzw. in Ordnung zu halten, doch wir arbeiten daran. Das Wichtigste ist: Die Senkung deines CO2-Ausstoßes ist dasselbe wie das In-Angriff-Nehmen der Garage: du musst den ersten Schritt tun.
Doch wo soll man anfangen? Wo bloß? Soll man das Haus isolieren, ein Elektroauto anschaffen, recyceln? Die Aufgabe scheint so entmutigend, dass man das Gefühl hat, aufzugeben, noch bevor man überhaupt begonnen hat.

Was sollte also dein erster Schritt sein, wenn du deinen CO2-Ausstoß senken möchtest? Leider gibt es keine grundsätzliche Antwort darauf. Doch wenn du dich auf einen Bereich in deinem Lebens beschränkst, beispielsweise auf dein Haus/deine Wohnung, deine Reisegewohnheiten oder dein Auto, dann ist es einfacher, erreichbare Ziele zu finden.

Siehst du dich zuhause um, so wirst du vermutlich feststellen, dass du deinen gesamten Energieverbrauch erheblich senken kannst, wenn du alle gewöhnlichen Glühbirnen gegen LEDs eintauschst und einen neuen Energiespar-Kühlschrank anschaffst.

• Die Dinge wiederholen

Wenn du jemals versucht hast, eine neue Gewohnheit in dein Leben zu integrieren, so weißt du, dass das ständige Wiederholen sehr hilfreich dabei sein kann. Wenn du die neue Gewohnheit des Energiesparens so natürlich wie das Zähneputzen gestalten kannst, ist es weitaus wahrscheinlicher, dass du sie auch beibehältst.

Das Thema „Gewohnheiten“ wurde intensiv erforscht und diskutiert, und obwohl du eine Ewigkeit damit verbringen könntest, zu lesen, wie man neue Gewohnheiten auch beibehält, ist der wissenschaftliche Konsens, dass Zeit hierbei ein entscheidender Faktor ist. Es gibt sogar Apps zum Thema „Neue Gewohnheiten“, mit denen du dich beschäftigen könntest. Lass dich nicht entmutigen, wenn du hin und wieder in alte Gewohnheiten zurückfällst. Mache dann einfach da weiter, wo du aufgehört hast.

Verbinde deine neue Gewohnheit kurzerhand mit einer bereits bestehenden. Das macht es viel einfacher, sie in den Alltag zu integrieren. Beispielsweise kannst du eine Eieruhr neben deiner Zahnbürste aufbewahren. Wenn du dann unter die Dusche gehst, stellst du die Uhr auf 5 Minuten. Wenn die Eieruhr klingelt, ist es Zeit, die Dusche abzustellen. Das macht es leichter, Wasser zu sparen, und zudem die Energie, die zur Aufbereitung, Erwärmung und zum Transport des Wassers benötigt wird. Wenn du die Eieruhr jedes Mal siehst, wenn du die Zähne putzen, erinnerst du dich daran, den Alarm einzustellen, wenn es Zeit zum Duschen ist.

• Einmalige Maßnahmen und Automatisierung

Noch besser als eine neue Gewohnheit ist das Senken deiner CO2-Emissionen durch eine einmalige Maßnahme oder durch Aktionen, die du automatisieren kannst.

Eine einmalige Maßnahme könnte beispielsweise die Installation von Sonnenkollektoren oder der Kauf eines Elektroautos sein. Solche Optionen werden oftmals verschoben, da sie kostspielig sind. Solltest du eine solche Anschaffung in Betracht ziehen, vergiss nicht, die Kapitalrendite zu berechnen – dies erleichtert möglicherweise die Kaufentscheidung.

Wenn du für so eine Investition noch nicht bereit bist, kannst du dich für Abonnements entscheiden. Zu den Umweltabonnements gehören beispielsweise:

Lebensmittelabonnements mit geringem CO2-Ausstoß;

Abonnements bei grünen Energieversorgern;

und Klimaschutzabonnements.

Abonnements gewährleisten, dass du keine mentale Energie aufwenden musst, um deine Emissionen zu senken. Das spart Zeit und Gehirnleistung, um eine Gewohnheit zu ändern oder ein größeres Kohlenstoffmonster aus deinem Leben zu schaffen.

Mit Seelenruhe gegen den Klimawandel vorgehen

Es ist zweifelsohne notwendig, gegen den Klimawandel vorzugehen, doch es sollte keine Ängste auslösen.

Du musst dich nicht entscheiden, ob du ein Klimakrimineller im stillen Kämmerlein sein willst, oder ein völlig gestresster Heiliger der Nachhaltigkeit.

Mit einigen praktischen Tools, Planung und ein wenig Gewohnheitsänderung kannst du deine Kohlenstoff-Emissionen und Umweltbelastung angehen, ohne dass du dich dabei überwältigt fühlst. Genau wie bei jeder Veränderung im Leben dauert es ein wenig, bis du dich daran gewöhnt hast. Gehe in deinem eigenen Tempo vor und beginne mit überschaubaren Maßnahmen zum Umweltschutz.

Probiere es aus. Schreibe drei einfache Maßnahmen auf, mit denen du sofort gegen den Klimawandel vorgehen kannst. Wenn du der Meinung bist, dass ein Abonnement zur Ausgleichung von CO2-Emissionen etwas für dich ist, kannst du dir hier unsere Dienstleistungen anschauen.

Es geht nicht darum, alles auf einmal zu tun, sondern darum, den ersten Schritt zu machen.